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Handy ins Wasser gefallen: Was jetzt hilft und was nicht

Handy ins Wasser gefallen? Die ersten Minuten entscheiden. Was Sie sofort tun sollten, warum Reis nicht hilft und wann Sie zur Reparatur müssen.

3 Min. Lesezeit, veröffentlicht am

Smartphone sinkt zwischen aufsteigenden Luftblasen durch blaues Wasser

Ins Waschbecken, in die Badewanne, in den Plötzensee: Wasserschäden gehören zu den häufigsten Gründen, warum Handys zu uns kommen. Die gute Nachricht: Wer in den ersten Minuten das Richtige tut, hat gute Chancen, Gerät und Daten zu retten.

Die ersten fünf Minuten

  1. Raus aus dem Wasser und ausschalten. Solange Strom fließt, kann Feuchtigkeit auf der Platine Kurzschlüsse auslösen. Geht das Handy nicht mehr aus, lassen Sie es, wie es ist.
  2. Nicht laden. Auch nicht kurz zum Testen. Ein nasser Ladeanschluss unter Spannung ist der sicherste Weg zu einem dauerhaften Schaden.
  3. Hülle ab, SIM-Schlitten raus. Unter der Hülle hält sich Wasser besonders lange.
  4. Außen abtrocknen. Mit einem fusselfreien Tuch. Halten Sie das Handy mit dem Anschluss nach unten und klopfen Sie es sanft gegen die Handfläche, damit Wasser aus den Öffnungen läuft. Schütteln Sie es nicht kräftig, sonst verteilt sich das Wasser im Gerät.
  5. Keine Hitze. Kein Föhn, keine Heizung, kein Backofen. Hitze schadet Akku und Klebeverbindungen und trocknet das Innere trotzdem nicht.

Warum Reis nicht hilft

Der Tipp hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Reis zieht kaum Feuchtigkeit aus dem Inneren des Geräts. Dafür können Stärke und kleine Körner in Lautsprecher und Anschlüsse gelangen. Apple rät in seinen offiziellen Hinweisen ausdrücklich davon ab, ein iPhone in eine Tüte Reis zu legen. Besser ist ein trockener, gut belüfteter Ort, und für Wasser im Inneren hilft nur das Öffnen des Geräts.

Leitungswasser, Salzwasser, Cola: ein großer Unterschied

Sauberes Leitungswasser richtet am wenigsten Schaden an. Salzwasser, Chlorwasser aus dem Schwimmbad, Seifenwasser und zuckerhaltige Getränke hinterlassen Rückstände, die die Platine angreifen, auch nachdem das Wasser verdunstet ist.

Apple empfiehlt bei wasserresistenten iPhones, andere Flüssigkeiten als Wasser kurz mit Leitungswasser abzuspülen und das Gerät danach abzutrocknen. Ist Ihr Display oder die Rückseite gesprungen, lassen Sie das lieber: Dann ist das Gerät nicht mehr dicht.

Es geht wieder an. Ist jetzt alles gut?

Leider nicht unbedingt. Rückstände im Gerät können über Tage und Wochen weiter korrodieren. Typische Spätfolgen sind:

  • Lautsprecher oder Mikrofon werden leise oder kratzen,
  • die Kamera beschlägt von innen,
  • der Akku hält plötzlich kaum noch,
  • das Handy geht ohne Vorwarnung aus oder startet neu,
  • die Meldung „Flüssigkeit erkannt“ verschwindet nicht.

Eine Reinigung kurz nach dem Wasserschaden ist fast immer günstiger als eine Reparatur der Folgeschäden.

Was ist mit dem Wasserschutz?

Viele aktuelle Handys tragen die Schutzklasse IP67 oder IP68. Getestet wird das allerdings mit neuen Geräten in sauberem, ruhigem Wasser unter Laborbedingungen. Stürze, Wärme und Alterung schwächen die Dichtungen, und Salz-, Chlor- oder Seifenwasser sind gar nicht vorgesehen. Wasserschäden sind deshalb bei den meisten Herstellern auch nicht von der Garantie gedeckt.

Wann Sie zur Werkstatt sollten

So schnell wie möglich, wenn

  • das Handy nicht mehr angeht,
  • es in Salzwasser, Chlorwasser oder ein Getränk gefallen ist,
  • sich im Kameraglas oder unter dem Display Feuchtigkeit zeigt,
  • die Feuchtigkeitswarnung auch nach einem Tag nicht verschwindet.

In der Werkstatt wird das Gerät geöffnet, der Akku getrennt und die Platine gereinigt und getrocknet. Erst danach lässt sich sagen, welche Bauteile gelitten haben.

Und die Fotos?

Moderne Smartphones verschlüsseln ihren Speicher. Die Daten lassen sich deshalb nur über die originale Platine auslesen, das Gerät muss also wieder starten. Je früher es in die Werkstatt kommt, desto besser stehen die Chancen. Und für das nächste Mal: Schalten Sie das automatische Backup in iCloud oder bei Google ein.

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Handy kaputt? Kommen Sie einfach vorbei.

Ohne Termin in die Müllerstraße 30, ca. 200 m von U Leopoldplatz. Wir sehen uns das Gerät an, nennen Ihnen den Preis und legen los, wenn Sie einverstanden sind.